Kulturhäppchen 2017: "fremd ist der fremde nur in der fremde"

Der Einladung der Soroptimistinnen des Clubs Fritzlar-Homberg zum schon traditionellen Kulturhäppchen im Hardehäuser Hof folgten fast 90 Gäste. Der Abend wurde von der Schauspielerin, Regisseurin und Texterin Verena Koch, einer gebürtigen Fritzlarerin, die heute in Linz lebt, gestaltet. Begleitet wurde sie von der Musikpädagogin Gudrun Menzer am Klavier.

Die Idee zu dem Abend entstand, als Maria Reitz, eine Fritzlarer Clubschwester, Auszüge aus Frau Kochs rumänischem Tagebuch, das diese während einer Projektarbeit in einem kleinen rumänischen Ort geschrieben hatte, hörte. Passend zu dem Titel „fremd ist der fremde nur in der fremde“ hatte Verena Koch viele nachdenkliche, aber auch heitere Texte zusammengestellt, die sie rezitierte oder auch gesanglich umsetzte. Das in vielen Lebenslagen immer wieder Fremdsein drückte sich außer in den o.g. Tagebuchaufzeichnungen auch in Texten u.a. von Andrej Stasiuk: Mein Europa, Karl Magnus Gauss: Die letzten Europäer, Isabel Nadolny: Durch fremde Fenster oder Karl Valentin: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde aus und zog sich wie ein roter Faden durch den Abend. Auch die musikalischen Beiträge orientierten sich am Thema und so brachte Frau Menzer u.a. Schumann: Von fremden Ländern und Menschen, Debussy: The little negro, die Beatles: All my loving oder auch Strangers in the night und vieles mehr zu Gehör.

Neben den literarisch-musikalischen Häppchen erwarteten die Gäste in der Pause Häppchen in Gläsern. Ein vielseitiges Buffet mit Köstlichkeiten aller Art, warm oder kalt, Salat, Hauptgang oder Dessert ließ keinen Wunsch offen.

Der Erlös des Abends, zu dem auch eine Tombola beisteuerte, soll Mädchen den Zugang zum Schülerforschungszentrum Nordhessen in Kassel ermöglichen. Die Soroptimistinnen bedanken sich bei allen Gästen und Spendern für deren großzügige Unterstützung.